Mitte Mai ermöglichte das Rheinische Bildungszentrum Neuwied seinen Auszubildenden einen interdisziplinären, ausbildungsübergreifenden Workshop. Unter dem Motto „Hüft-Endoprothese (Hüft-TEP) im Team: Lernen, Vernetzen, Versorgen“ hatten Auszubildenden der Ausbildungsgänge Physiotherapie, Operationstechnische Assistenz (OTA) und Medizinische Technologie für Radiologie (MRT) die Gelegenheit am Beispiel einer Hüftgelenksersatz-Operation zu lernen, wie ihre jeweiligen künftigen Professionen ineinandergreifen. Ziel der Veranstaltung war es, die interprofessionelle Zusammenarbeit zu fördern und praxisnahe Einblicke in den gesamten Behandlungsverlauf rund um eine Hüft-TEP zu ermöglichen.
Gemeinsam durchliefen die Teilnehmenden alle Stationen der Patientenversorgung: von der Diagnostik über die Operation bis hin zur Rehabilitation. Im Fokus standen nicht nur medizinisch-technische Aspekte, sondern insbesondere der interdisziplinäre Austausch und das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen Berufsrollen.
Die Einblicke in die jeweils anderen Fachbereiche stießen bei den Schülerinnen und Schüler auf großes Interesse. Im Ausbildungsgang MTR stehen u. a. die Grundlagen für ein brauchbares Röntgenbild, der Strahlenschutz sowie die technischen Abläufe im Vordergrund. Beim Ausbildungsgang OTA sind die Prinzipien des sterilen Arbeitens, OP-Lagerungen, Unterschiede in Größe und Material von Prothesen wichtig. Und in der Physiotherapie spielen Bedeutung von Bewegungstests zur Untersuchung, erste eigene Diagnosestellung, therapeutische Verfahren eine große Rolle. „Eine optimale Patientenversorgung gelingt nur, wenn alle Professionen an einem Strang ziehen“, erläutert Florian Metzler. „Und genau das konnten wir in diesem Workshop erlebbar machen“, erklärt der Leiter des Rheinischen Bildungszentrums weiter.
„Ich habe einen Einblick in die anderen Berufsgruppen bekommen und wie wir alle bei der Versorgung von Patienten ineinandergreifen“, resümiert eine Auszubildende nach dem Workshop. Ein weiterer Auszubildender ergänzt: „So versteht man die Krankheitsverläufe nochmal besser“. Der interdisziplinäre Workshop ist eine wertvolle Ergänzung zu den jeweiligen theoretischen und praktischen Ausbildungen. Hands-on-Übungen und interaktive Formate fördern das Fachwissen, die Teamfähigkeit und Kommunikation der Auszubildenden. Das Organisations- und Konzeptionsteam Marc Kramer (Leiter OTA-Schule), Frank Roos (Lehrkraft MTR-Schule), Saskia Holthoff (Lehrkraft Physiotherapieschule) und Annette Kullmann (stellv. Leitung des Bildungszentrums) planen bereits weitere Formate, die die Interdisziplinariät von Gesundheitsberufen aufgreifen.



