„Wir sind die Zukunft“ – oder ein bemerkenswerter Baustein

Pflegeschüler aus der gesamten Trägerschaft trafen sich beim 1. Schülerkongress zum gegenseitigen Austausch – 2. Förderpreis des Trägers für die Bildungseinrichtungen verliehen

23.04.2013

Bitburg (fs). „Wir können hier ja fast von einer Auszubildenden-Vollversammlung sprechen“, freute sich Dr. Birgit E. Schmid. Mitte November begrüßte die Leiterin der Marienhaus Akademie in der Bitburger Stadthalle 600 Teilnehmer zum 1. Schülerkongress und zur Verleihung des 2. Förderpreises des Trägers für die Bildungseinrichtungen. 800 Schüler werden insgesamt im Träger in den Pflegeberufen und in der Physiotherapie ausgebildet, die Zahl der Teilnehmer ist also tatsächlich beachtlich hoch. „Wir sind die Zukunft“, so lautete das Motto, unter dem der Kongress stand – diesen Leitspruch konnte Kliniken-Geschäftsführer Prof. Dr. Christof Schenkel-Häger in seinem Grußwort zu Beginn des Kongresses nur bestätigen: „Wenn man hier 600 junge Menschen mit viel Kraft und Initiative sieht – dann muss man einfach Hoffnung haben, dass es in eine gute Zukunft geht“.

Die Idee, einen Kongress für alle Pflegeschüler im Träger zu veranstalten, entstand 2010: Bei der Verleihung des 1. Förderpreises der Bildungseinrichtungen kam bei den Preisträgern der Wunsch auf, den Austausch zwischen den Pflegeschülern weiter zu fördern. Der Schülerkongress war dazu eine passende Gelegenheit. Aber der Träger nutzte den Schülerkongress auch, um einmal Danke zu sagen für das tägliche Engagement und die Kreativität der Schüler in Pflege und Betreuung. Schließlich spielt die Ausbildung der Pflegekräfte im Träger eine große Rolle – ein Zeichen dafür ist zum Beispiel, dass 2012 die Anzahl der Ausbildungsplätze um zehn Prozent erhöht wurden. 2013 werden noch einmal so viele dazu kommen. „Dieser Kongress“, so Schenkel-Häger, „ist ein bemerkenswerter Baustein im Bildungsangebot der Unternehmensgruppe“. 

Als Moderatoren führten Siegfried Hartinger, der Heimleiter des Josef-Ecker-Stiftes in Neuwied, und Cyprienne Dossou, Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin aus der Verbundschule in Lebach, durch den Tag. Auf dem Programm standen drei Fachvorträge: Dr. Ursula Becker stellte das Marte-Meo-Konzept in der Alten- und Krankenpflege vor – eine effektive Methode zur unterstützenden Kommunikation zwischen Pflegenden und Pflegebedürftigen. Im Anschluss gab Prof. Christel Bienstein, die Leiterin des Departments für Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke, einen Einblick in „Die Möglichkeiten pflegerischen Tuns“ und motivierte die Schüler, sich für die Belange der Pflegenden auch gesellschaftlich einzusetzen. Zuletzt ging der Seelsorger Klaus Aurnhammer auf Sterbebegleitung und Palliative Care als besondere Aufgabe von Pflegenden ein.

Zum Abschluss des Schülerkongresses wurde der 2. Förderpreis der Bildungseinrichtungen verliehen. Ziel dieses Preises ist es, die Schüler zu motivieren, sich mit der Pflegeforschung auseinanderzusetzen und mit berufspolitischen Entwicklungen zu beschäftigen. Kurse aus insgesamt vier Schulen hatten dazu Projektarbeiten eingereicht, aus denen eine dreiköpfige Jury  die besten auswählte. Den 3. Platz belegten die Schüler der Verbundschule Lebach, die in ihrer Arbeit der Frage nachgegangen waren, was von der Generalistischen Ausbildung erwartet wird. Einen 2. Platz gab es dieses Mal beim Förderpreis nicht – dafür teilen sich gleich zwei Gewinner den Spitzenplatz, nämlich die Krankenpflegeschule aus Bitburg und das Rheinische Bildungszentrum aus Neuwied. Die Schüler aus Bitburg beleuchteten in ihrer Arbeit das Bild, das die Gesellschaft von Pflegeberufen hat. Der Oberkurs des Rheinischen Bildungszentrums untersuchte anhand von Fachliteratur, wie man unter den heutigen Bedingungen professionell und sicher pflegen kann, ohne sich selbst zu belasten.

„Mit dem Preisgeld wird unser Kurs gemeinsam wegfahren“, freuten sich die Schüler aus Bitburg über den 1. Platz. Aber auch für die anderen Teilnehmer des Schülerkongresses bedeute der Tag einen Gewinn. „Von anderen Versammlungen sind wir Auszubildenden oft ausgeschlossen, und hier stehen wir einmal im Zentrum“, sagte eine Schülerin der Verbundschule Lebach. Das Programm war denn auch ganz auf die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zugeschnitten und die Vorträge anschaulich und praxisnah. Auch die Lehrer waren vom Kongress begeistert. „Es ist eine gute Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass wir uns in der Pflege formieren müssen, um Professionalisierung zu erreichen. In meinen Augen ist der Schülerkongress eine echte Bereicherung“, so eine Lehrerin aus dem Rheinischen Bildungszentrum.

Das sieht Dr. Birgit E. Schmid ähnlich und will sich dafür einsetzen, dass in Zukunft weitere Kongresse für die Schüler stattfinden. „Ich hoffe, heute eine schöne neue Tradition begründen zu dürfen“, betonte die Leiterin der Marienhaus Akademie. Dabei hat sich auch die Verbindung des Kongresses mit der Verleihung des Förderpreises bewährt: Schüler aus der Fachschule für Altenpflege in Trier haben sich anstecken lassen und wollen beim nächsten Förderpreis auf jeden Fall ein eigenes Projekt einreichen.

Rheinisches Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen der Marienhaus Kliniken GmbH

Langendorfer Straße 76-78
56564 Neuwied
Telefon:02631 94681-0
Telefax:02631 94681-29
Internet:http://www.rheinisches-bildungszentrum.de

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