Lernen für den eigenen Beruf einzustehen

Angehende Pflegekräfte entwickeln mit einer Projektarbeit ein berufliches Selbstverständnis

Beim Tag der offenen Tür kamen die Auszubildenden ganz offen mit den Schülern ins Gespräch. Wer wollte, konnte auch praktische Tätigkeiten ausprobieren, wie zum Beispiel Blutdruck messen.

11.04.2014

Nach ein paar Minuten vergisst man, dass man gerade ein Referat von Schülern hört, und fühlt sich wie in einem Fachvortrag von Experten. – Ende März stehen Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege selbstbewusst vor dem Publikum im Rheinischen Bildungszentrum. Sie referieren über die Pflegekammer, die aktuell in Rheinland-Pfalz auf den Weg gebracht wird. Und spätestens in der anschließenden kontroversen Diskussion ist man überzeugt, dass sie das Thema wirklich verinnerlicht haben. Der Vortrag gehört zum Ausbildungs-Modul, das sich der Entwicklung eines beruflichen Selbstverständnisses widmet. Dieses Modul haben die Schüler der drei Abschlusskurse im Rheinischen Bildungszentrum zum ersten Mal nicht in Form von allgemeinem, theoretischen Unterricht umgesetzt, sondern als Projektarbeit, die schriftlich ausgearbeitet auch in die Abschlussprüfung einfließt.

 

„Unsere Idee war, dass die Jugendlichen durch eine vertiefte Beschäftigung mit einem speziellen, selbst gewählten Thema eine eigene Position entwickeln und lernen, für ihren Beruf einzustehen“, erklärt Schulleiter Peter Schmitz den Hintergrund. Daher waren zum Vortrag Pflegeexperten aus verschiedenen Einrichtungen des Trägers eingeladen, um mit den Schülern zu diskutieren. Auch Sandra Postel war gekommen. Sie unterstützt Schwester M. Basina Kloos, die Vorsitzende der Marienhaus Stiftung, bei ihren Aktivitäten in der Gründungskonferenz der Pflegekammer Rheinland-Pfalz. Selbst mit dieser ausgewiesenen Expertin zur Pflegekammer auf einem fachlich hohen Niveau zu diskutieren, fiel den Auszubildenden nicht schwer. „Sie haben dadurch gezeigt, dass wir unser Ziel erreicht haben und die Projektarbeit wirklich etwas bei ihnen bewirkt“, freut sich ihre Lehrerin Manuela Lohr.

 

Einen ebenso politischen Bezug hatte das Thema des zweiten Kurses, der sich in einer wissenschaftlichen Ausarbeitung kritisch mit der Frage auseinander setzte, ob die generalistische Ausbildung geeignet ist, dem Pflegenotstand entgegenzuwirken. Weniger theoretisch, sondern sehr lebensnah ging der dritte Kurs an die Aufgabe heran: Die Schüler bearbeiteten das Thema „Pflege als Beruf“ mit dem Ziel, andere Jugendliche für ihren Beruf zu gewinnen. Selbstständig organisierten sie dafür Anfang April einen Tag der offenen Tür. Von Schüler zu Schüler informierten sie andere Jugendliche ab der 8. Klasse über den Pflegeberuf sowie seine Vorteile und übten mit ihnen praktische Tätigkeiten, wie beispielsweise Verbände anzulegen.

 

„Ich bin begeistert, wie viel Ehrgeiz und Energie die Schüler für ihr Projekt entwickelt haben“, so Dr. Maria Krupp, die als Lehrerin das Projekt zum Tag der offenen Tür betreute. Manuela Lohr kann sie darin nur bestätigen und freut sich darauf, künftig mit allen Kursen entsprechende Projekte umzusetzen.

Rheinisches Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen der Marienhaus Kliniken GmbH

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